Die Wechseljahre

Wussten Sie schon, dass bereits mit ca 40 Jahren die ersten Wechseljahrbeschwerden auftreten können? Hierzu gehören unter anderem Blutungsunregelmässigkeiten, Stimmungsschwankungen oder stärkere PMS-Symptome (Prämenstruelles Syndrom). Am besten sprechen Sie mit uns darüber, denn auch hier ist die individuelle Beratung wichtig, denn jede Frau ist anders … und Sie sind sicher anders als Ihre Freundin.

Empfängnisverhütung in den Wechseljahren

Schon etwa 10 Jahre vor der Menopause beginnt eine Umstellung des Hormonhaushaltes. Dies macht sich für die Frau vor allem durch Blutungsunregelmässigkeiten bemerkbar. Die Blutungsunregelmässigkeiten markieren den Beginn der altersabhängigen Abnahme der Fruchtbarkeit. Dennoch ist es immer noch möglich, dass bis zum 45. Altersjahr eine Schwangerschaft eintritt. Ab 46 Jahren ist das Eintreten einer Schwangerschaft so selten, dass eine Empfängnisverhütung nicht mehr nötig ist. Hier ist die persönliche und individuelle Beratung von grosser Wichtigkeit.

Hormonmangel

In der Menopause kommt es relativ schnell zu einem Mangel an Östrogenen, die im Eierstock produziert werden. Da nach der Menopause kein Eisprung mehr stattfindet und infolgedessen kein Gelbkörper im Eierstock entsteht, wird auch kein Gelbkörperhormon (Progesteron) mehr gebildet. Es ist aber vor allem der Östrogenmangel, der zu den klimakterischen Beschwerden führt.

Klimakterische Beschwerden

Die typischen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen und Herzrasen werden durch hormonell bedingte Fehlsteuerungen im vegetativen Nervensystem verursacht.

In unserem Kulturkreis klagen viele Frauen zumindest gelegentlich über Hitzewallungen. Bei den Hitzewallungen handelt es sich um ein unangenehmes, vorübergehendes Gefühl von Hitze in der Haut, vor allem in den oberen Körperpartien. Das Gesicht rötet sich und es kann zu Schweissausbrüchen kommen. Dauer und Häufigkeit können erheblich schwanken: von wenigen Sekunden bis zu 30 Minuten, mehrmals pro Stunde oder nur einige Male im Monat. Die Hitzewallungen sind oft von Herzrasen begleitet. Da sie häufig nachts auftreten, klagen die betroffenen Frauen über Schlafstörungen.

Viele Frauen im Klimakterium leiden an nervöser Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, Depressionen, Angstzuständen oder Nervosität. Diese Störungen sind nicht immer unmittelbar mit dem Hormonmangel in Verbindung zu bringen. Sie können sowohl eine Folgeerscheinung des körperlichen Unwohlseins sein, als auch mit den veränderten familiären und beruflichen Umständen zu tun haben.

Andere Folgen des Östrogenmangels

Der Östrogenmangel hat zur Folge, dass sich deutliche Veränderungen an den Genitalorganen vollziehen. Ferner kann der Östrogenentzug zu Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Östrogene spielen auch für die Versorgung der Haut und den Haarwuchs eine wichtige Rolle. Durch das Absinken der Östrogenspiegel in den Wechseljahren können sich daher auch kosmetische Probleme ergeben.

Als besonders unangenehm erleben die Frauen, dass die Durchblutung der Schleimhäute im Genitalbereich abnimmt. Die Scheide wird trocken und für Verletzungen und Infektionen anfällig. Der Geschlechtsverkehr kann erschwert oder sogar unmöglich sein. Durch Rückbildungserscheinungen kann es zum Erschlaffen der Muskulatur im Genitalbereich kommen. Der sich daraus ergebende unvollständige Harnblasenverschluss kann nicht nur zu Inkontinenz (Harnträufeln) und ständigem Harndrang führen; Krankheitserreger können leichter eindringen und häufige Blasenentzündungen verursachen.

Hormonersatztherapie

Bei der Hormonersatz-Therapie (englisch auch HRT = hormon-replacement-therapy) werden Sexualhormone (Östrogene und Gestagene), die der weibliche Körper nicht mehr produziert, als Medikamente zugeführt und ersetzt. Viele Studien haben belegt, dass Frauen mit starken Wechseljahrbeschwerden von einer Hormonersatz-Therapie profitieren können:

  • Linderung von klimakterischen Beschwerden (z.B. Schweissausbrüche, Hitzewallungen)
  • Linderung von Beschwerden durch trockene Schleimhäute (vor allem der Scheide und Harnröhre)
  • Linderung von psychischen Beschwerden (z.B. depressive Verstimmungen)
  • Vorbeugung von Osteoporose

Das Ziel der Hormonersatz-Therapie ist die Verbesserung und der langfristige Erhalt der Lebensqualität der Frau.